Es sind die Begegnungen mit Menschen, die das Leben lebenswert machen.

Albert Guy de Maupassant


Dienstag, 27. Mai 2014

"Phänomen Hizmet: Wie eine Glaubensbewegung eine Gesellschaft erneuerte"?

[Lesung] - Von Samet Er

Die Hizmet Bewegung durchlebt sowohl in der Türkei als auch in Deutschland eine schwierige Zeit. Die Befürworter der Hizmet-Bewegung haben teils mit falschen Meldungen und schweren Vorwürfen, teils auch mit schlichten Wissenslücken über sie zu kämpfen.


Auch wenn sie versuchen, viel über persönliche Meinungsäußerungen kundzugeben und Wissen zu vermitteln, fehlt letzten Endes eine wissenschaftlich objektive Auseinandersetzung mit diesem Phänomen. Dies aber soll kein Dauerzustand bleiben.

Dienstag, 13. Mai 2014

Stuttgarts Stadtratskandidaten stellen sich vor


Von Samet Er

Am 25. Mai 2014 finden nicht nur die EU-Wahlen statt. In Baden-Württemberg werden zudem die Kommunalparlamente neu bestückt. Am letzten Mittwochabend des Aprils haben wir den Wählern die Gelegenheiten gegeben, vorab die wichtigsten Kandidat/innen kennen zu lernen, mit ihnen zu diskutieren und sich zu verschiedenen Themen offen äußern zu können. Dabei hat die Gesellschaft für Dialog Baden-Württemberg die Kandidaten/innen der in Fraktionsstärke vertretenen Gemeinderatsparteien und der im Europaparlament vertretenen Parteien eingeladen, die dabei sich und ihr Parteiprogramm vorstellen konnten.

Herr Phillip Hill von der CDU, von Beruf Programmierer und bereits seit 1990 im Gemeinderat, meinte, dass seitens seiner Partei keine Angst davor bestünde, dass erstmals auch 16-Jährige wählen könnten, da zum einen die Junge Union eine klasse Jugendarbeit leiste und zum anderen alte Klischees nicht mehr stimmten.


Ein lang diskutiertes Thema war die Mobilität, ganz besonders das Parkraummanagement. Sibel Yüksel (FDP), eine junge Rechtsanwältin für Unternehmungsrecht, war auf einem Fahrrad gekommen und fand das auch in Ordnung, da sich im Stuttgarter Innenraum ohnehin sehr schlecht Parkplätze finden ließen.

Dienstag, 18. März 2014

Stiftung Dialog und Bildung möchte über Hizmet-Bewegung aufklären

[GFD BW Aktuell] - Von Samet Er 


Auf Einladung der Gesellschaft für Dialog Baden-Württemberg referierte der Vorsitzende der Stiftung Dialog und Bildung, Ercan Karakoyun, zu zahlreichen Fragen, welche die Öffentlichkeit rund um die Hizmet-Bewegung immer wieder beschäftigen.


Was ist die Hizmet-Bewegung? Welche Motivation steckt dahinter? Welche Rolle spielt die Stiftung Dialog und Bildung? Was sind die Aufgabenbereiche dieser Stiftung? Um auf all diese Fragen eine Antwort zu bekommen, fanden sich am Donnerstagabend in Stuttgart zahlreiche Interessierte aus allen Bereichen der Gesellschaft ein, um den Worten des Vorsitzenden der „Stiftung Dialog und Bildung“, Ercan Karakoyun (Foto), zuzuhören.


In Anwesenheit zahlreicher Gäste aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Medien und Kultur stellte Karakoyun auf Einladung der Gesellschaft für Dialog Baden-Württemberg den Aufgabenbereich, die Ziele, die Werte und den Anlass zur Gründung der Stiftung Dialog und Bildung vor.

Dialogvereine bündeln ihre Kräfte

[GFD BW Aktuell] - Von Samet Er

Gemeinsam noch effektiver arbeiten: Unter diesem Motto haben sich drei Dialogvereine im Südwesten zur „Gesellschaft für Dialog Baden-Württemberg“ zusammengeschlossen

Das neue Gesicht des interkulturellen und interreligiösen Dialogs in Baden-Württemberg heißt „Gesellschaft für Dialog Baden-Württemberg e.V. “. Ein Bund aus vormals drei eigenständigen Vereinen aus Stuttgart (Begegnungen e.V.), Ulm (Süddialog e.V.) und Mannheim (der Akademische Dialogkreis e.V.) hat es sich zur Aufgabe gemacht, landesweit die interkulturelle Verständigung voranzubringen und sich für deren Intensivierung einzusetzen. Aufgrund der homogenen Ziele wie der Förderung des Friedens, der Verständigung, der Begegnung und des Dialogs haben die drei Vereine dazu entschlossen, von nun an unter einem gemeinsamen Dach zu agieren. Jeder Verein lebte vom ehrenamtlichen Engagement seiner Mitglieder und Förderer, die soziale Verantwortung übernehmen und sich gesellschaftlich engagieren – und dies soll auch künftig so bleiben. 


Konstituiert wurden die Vereine von jungen Akademikerinnen und Akademikern unter dem Motto: „Es sind die Begegnungen mit Menschen, die das Leben lebenswert machen“ - ein Zitat, das vom französischen Schriftsteller Albert Guy de Maupassant stammt. Diese Begegnungen sind es, die Menschen zusammenbringen, Stereotypen abbauen und so den Frieden in die Gesellschaft bringen.
Eines war den jungen Akademikern dabei klar: Die Menschen haben unabhängig von allen nationalen und politischen Grenzen viel mehr Gemeinsamkeiten, als sie denken. Von daher ist es von äußerster Wichtigkeit, den Dialog zwischen den Kulturen, Ideologien, Ethnien und Religionen zu fördern. Nur durch ihre Begegnungen kann so etwas geschafft werden.

Dienstag, 25. Februar 2014

Islam an den Universitäten nicht als „Integrationsprojekt“ sehen

[Stuttgarter Gesprächsabend] - Von Samet Er


Der Stuttgarter Gesprächsabend, welcher mittlerweile zu einer Tradition geworden ist, fand am letzten Mittwoch zum 25. Mal statt. Um den Zuspruch unter unseren Stuttgarter Mitbürgern zu erweitern, haben wir dieses Mal einen besonderen Gast eingeladen, um das Thema „Zentrum für Islamische Theologie in Deutschland“ mit Prof. Dr. Bernd Engler, Rektor der Universität Tübingen, zu erörtern.

Links: Prof. Dr. Engler     Rechts:Prof. Dr. Toprakyaran

Bevor Prof. Dr. Engler in seine Ausführungen zum eigentlichen Thema einstieg, erzählte er anhand einige Beispiele aus seiner Biographie, wie wichtig es sei, sich die Frage zu stellen, ob Religion und Politik, Religion und nationales Verständnis bzw. Religion und Kultur überhaupt zusammengehören. Auch warf er die Frage auf, welchen Aspekt die Religion eigentlich im menschlichen Leben habe und ob sie auch akademisch zu erfassen sei. Seine Erfahrungen aus seiner Studienzeit zeigten ihm, dass religiöses Denken (als Beispiel nennt er hier die Puritaner, da er Amerikanistik studierte) Geschichte geschrieben und Gesellschaft wie auch nationales Bewusstsein geprägt habe. Dies alles zeige, dass die Religion eine sehr wichtige Rolle in der Gesellschaft spiele.

Freitag, 14. Februar 2014

Deutschland nach dem NSU


[Stuttgarter Gesprächsabend] - Von Samet Er

Sieben Jahre lang wurden Kleinunternehmer aus Einwandererfamilien ermordet und nichts davon kam ans Tageslicht, bis dieser Fall unter dem Unwort „Dönermorde“ durch die Medien auf die Tagesordnung gebracht wurde. Kurz nach dem Tod zweier Beteiligter wurde bekanntgegeben, dass die Terrorzelle NSU für diese Morde verantwortlich sei. Angemerkt sei hier, dass lange seitens der Polizei und der Staatsanwaltschaft spekuliert worden war, dass es sich bei den Morden um eine Folge illegaler Geschäfte mit der  jeweils „vaterlandsinternen“ Mafia handle und die Fälle somit ad acta gelegt werden könnten.


Nachdem die Ermittlungen zu den NSU-Terroristen begonnen hatten und einiges aufgedeckt wurde, entstand bei den Einwanderern ein Gefühl der Unsicherheit. Viele Menschen verloren das Vertrauen in die Sicherheitsbehörden.

Donnerstag, 13. Februar 2014

„Weichenstellung für die Zukunft unserer Gesellschaft“

Gesellschaft für Dialog e.V. ehrt Persönlichkeiten für transkulturelle Verdienste

[GFD BW Aktuell]

Die Gründung der Gesellschaft Dialog Baden-Württemberg e.V. liegt noch nicht so lange zurück, aber seitdem sie ihre Arbeit als Zusammenschluss mehrerer Dialogvereine des Landes aufgenommen hat, konnte sie bereits mehrere viel beachtete Veranstaltungen auf die Beine stellen. Eine der bedeutendsten davon war die Verleihung der „Medaille für Verdienste um Transkulturalität“, die am 13. November im Ludwigsburger Schloss vonstatten ging.



In seiner Eröffnungsrede begrüßte Vorstandsmitglied Kadir Koyutürk namens der Gesellschaft Dialog die Ehrengäste und ging unter anderem auf die Geschichte des Vereins und auf die Vielgestaltigkeit seiner interreligiösen Aktivitäten ein. „Die Völkerverständigung ist eine Angelegenheit, welche zwar lokal vor Ort beginnt, aber nicht an den Grenzen der Stadt oder auch nur an denen Baden-Württembergs enden würde. Aber wir haben mittlerweile die Möglichkeit, hier vor Ort und auch landesweit durch unsere Arbeit die Bedeutung dieses Anliegen zu unterstreichen und Menschen dafür zu begeistern, bei uns mitzumachen“, freute sich Koyutürk.